| Historische Sage |
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Zur Geschichte Wassergeister nach Grimm, Deutsche Sagen, Teil 1 und Ulmer Sagenschatz.
Im Donauried gingen einst zwei wandernde Mühlknappen den Fluß entlang. Als der eine zufällig über die Donau sah, erblickte er einen Wassergeist, der auf den Wellen saß und die Mühlknappen beobachtete. Er faßte seine Büchse und legte an, um auf den Wassergeist zu schießen. Doch der Wassergeist tauchte in den Fluß, winkte mit den Fingern und verschwand. Das alles geschah so geschwind, daß der andere Knappe, der vorangewandert war, nichts davon gesehen und erfahren hatte, bis es ihm sein Gefährte erzählte. Drei Tage darauf begab es sich, daß jener mit dem Gewehr baden wollte. Er stieg an einer stillen, seichten Stelle in die Donau und wurde, ohne daß sein Begleiter etwas bemerkte, wie von unsichtbaren Händen in tiefere Wasser gezogen, wo er offensichtlich ertrank. Seine Leiche wurde nirgends gefunden. zurück Weiteres über Wassergeister s.u. Geister der Gewässer Das Wasser hat als Urelement des Lebens eine besondere Bedeutung. Es ist lebensspendend, reinigend, heilend und, da fließendes Wasser "redet", auch inspirierend für Dichter und Seher. Ein Teil von Odins Weisheit kommt aus der Quelle Mimirs, die Nornen wohnen an der Urdquelle. In Griechenland ist die Quelle, deren Wasser zum Dichter macht, die vom Flügelroß Pegasos geschlagene Hippukrene (Pferdequelle). Auch im germanisch-keltischen Raum sind Quellen in Form eines Hufabdrucks besonders heilig, da sie durch das Pferd, das ihm heilig ist, auch Beziehung zu Odin haben. Ostara ist ebenfalls eine Asengottheit, die mit dem Wasser zu tun hat. An sich aber ist das Wasser ein Element der Vanen und unter ihnen besonders mit Nerthus und Njörðr sowie mit Freyr verbunden. Darüber hinaus hat das Wasser auch seine eigenen Naturgeister, die in den Quellen, Flüssen und Seen wohnen. Manche von ihnen gehören zu den Alben, manche zu den Disen und manche zu den Feen, manche werden als eine besondere Art von Geistern angesehen, von denen die weiblichen Nixen und die männlichen Nicker heißen. Sie haben meist keine Eigennamen, d.h. sind keine ausgeprägten Persönlichkeiten wie die eigentlichen, besonders von den Kelten in vielbesuchten Quellheiligtümern verehrten Wassergeister, die oft auch Quellgöttinnen genannt werden und zu den Disen gehören. Die meisten Flüsse haben ebenfalls weibliche Geister, viele aber, z.B. der Rhein oder der Inn, sind männlich. Es gibt allerdings auch dort an vielen Stellen Disen, Albinnen und Nixen wie die Rheintöchter oder die Lorelei. Die Donau ist der heilige Fluß der Ostara. Die keltisch-germanische Erfahrung ist hier differenzierter als die griechisch-römische, die Flüsse generell als männlich wahrnimmt. Gemeinsam ist die Verehrung weiblicher Quellgeister, die bei den Griechen Nymphen heißen. Viele Mythen gibt es über die Geister von stillstehenden Gewässern wie Seen, Teiche und Moortümpel, die je nach Art ihres Gewässers, mit dessen Charakter sie eins sind, freundlich oder verderblich für die Menschen wirken. Weltweit am bekanntesten ist die "Lady vom See" aus der Artus-Sage, eine Fee vom Charakter einer göttlichen Führerin, die Artus das Schwert Excalibur gibt eine rituelle Waffe, deren Besitz sein Recht auf die Königswürde beweist und Lancelot erzieht, der sich ihr zu Ehren "vom See" nennt. Die Lady vom See wird mit Morgaine, der Fee, gleichgesetzt, und mit der Fee Viviane, in die sich Merlin verliebt und von ihr für immer gefangengenommen wird. Quelle: Internet Geister der Gewässer zurück Kinder des Wassers Um unsre Wiege wogten sanft wie Seegras durchsichtige Wassergeister, ungreifbare. Zeitlos ruhten wir glücklich in windloser Tiefe. Wer vertrieb uns aus unserer Heimat? Wie wirbelnde Blasen sausten wir gegen das Licht, wie glänzende Silberfische glitten wir in bleigraue See. So standen wir an einem Morgen mit tropfendem Haar am Ufer in einem fremden Land. Niemals finden wir heim. Wir wandern weiter wie im Traum. Unsere feuchten dunklen Augen scheuen die Sonne. Unsere kühlen und sanften Hände scheuen das Handeln. Unsere fließenden und fliehenden Seelen scheuen das Lieben. Sie schlingen sich wie Schlangen um alles brennend Heiße. Wie im Traum gehen wir, unsere Welt ist Schaum. Unser fernes kühles Lächeln ist ein Gruß aus unseres Vaters Reich, wo Portale aus glasgrünem Wasser sich wölben - Portale zur ewigen Ruhe. Copyright © 1997: Übersetzung ins Deutsche: Hildegard Dietrich Schwedisches Original: Ulf Boye zurück |